Plasma-TV: Gasentladung für brillante Bewegtbilder Plasma ist ein Edelgas wie beispielsweise Neon oder Xenon. Die dort eingebundenen Elektronen, freien Ionen und angeregten Atome eignen sich bestens, um sowohl sichtbares Licht als auch UV-Strahlung zu emittieren. Die winzigen Edelgas-Entladungen funktionieren ähnlich einer Leuchtstoff-Energiequelle. Im Plasma-Farbfernseher laufen diese Prozesse zwischen zwei Glasplatten ab. Dort entfaltet das Edelgas dank spezieller Leuchtstoffe seine Leuchtkraft. Ein RGB 3-Kammern-System produziert die für den Bildaufbau benötigten Bildpixel in den Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB). Aufgrund der Platz sparenden "Sandwich-Bauweise" mit den beiden Glasplatten sind Plasma-Fernsenseher an ihrer geringen Gerätetiefe zu erkennen. Die Domäne von Plasma-TV beginnt bei Bildgrößen ab 42 Zoll, entsprechend etwa 106 Zentimetern. Zu den bekanntesten Herstellern zählen Panasonic, LG, Samsung und Pioneer.
LCD-TV: Als LED-Fernseher ein Erfolg Das Kürzel LCD, für den englischen Begriff Liquid Crystal Technologie, bezeichnet eine in Fernsehgeräten eingesetzte Bild-Darstellungstechnik. Für die Bild-Modulation sorgen Flüssig-Kristalle. Die Besonderheit dieser Kristalle besteht darin, dass sie Einfluss auf die Polarisationsrichtung des Lichts nehmen, sobald sie elektrischer Spannung ausgesetzt werden. Ein LCD-Bildschirm besteht aus Einzelsegmenten, die unabhängig voneinander ihre Transparenz ändern. Die Flüssig-Kristalle werden durch Elektrizität in ihrer Ausrichtung beeinflusst und können so Segment für Segment als Lichtventile fungieren. Dieses Lichtventil-Szenario benötigt eine Lichtquelle. Hier kommt modernstes LED-Licht - Englisch: Light Emitting Technology - ins Spiel. LEDs ermöglichen die vollflächige Hintergrundbeleuchtung über das gesamte Fernseh-Bildformat. Hersteller wie Philips, Samsung oder Sony nutzen diese Technologie.
Während Plasma-TV in der teureren, großformatigen "Königsklasse" bildbestimmend ist, hat sich die LCD/LED-Technik auf dem Massenmarkt mit einem Marktanteil von mehr als 95 Prozent durchgesetzt. Qualitativ überzeugen beide Verfahren. Fachleute bescheinigen Plasma-TV das plastischere, kontrastreichere Bild.
INFORMATIONEN ZU LCD- UND PLASMA TV
Zwei noch junge, technologisch anspruchsvolle Verfahren beschreiten völlig eigenständige Wege, um gleichermaßen hochwertige Fernsehbilder zu produzieren. Da ist der Plasma-Fernseher, der seit 1997 aus den Edelgasen Neon und Xenon außergewöhnlich plastische Farbbilder "zaubert". Die Besitzer von Großformat-Plasma-Geräten schätzen den außergewöhnlich hohen Kontrast der Bilder. In nur vier Jahren reifte jedoch ein alternatives Verfahren zur Darstellung bewegter Fernsehbilder: Licht emittierende Dioden (LED) bilden die Hintergrundbeleuchtung für eine Technik, die in Verbindung mit liquiden Kristallen (LCDs) funktioniert. Die große Mehrheit der heute produzierten Fernseher arbeitet nach dem Verfahren des LCD-Bildschirms.
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